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Sound der neuen Schweiz – La Nefera

Montag, 6. Mai 2019

Von Luana Beerli

 

Fotografie von Katharina Halser

In unserer Artikelreihe “Sound der neuen Schweiz” porträtieren wir Musikerinnen und Musiker, die den Soundtrack zur neuen Schweiz liefern. Heute: Rapperin La Nefera. Mit zehn Jahren kam die gebürtige Dominikanerin in die Schweiz, schloss ihr Studium in sozialer Arbeit ab und gilt mit ihrer Musik als eine der relevantesten Rapperinnen der Schweiz.

Luana Beerli hat sich mit La Nefera über Intersektionalität, den Begriff der Heimat und den Sexismus und Rassismus in unserer Gesellschaft unterhalten.

Der Diskurs über Sexismus und Frauen im Allgemeinen in der Hip-Hop-Szene wächst seit einiger Zeit. Im Gespräch über die Vertretung von Frauen in der Schweizer Rapszene wirst Du gerne zu Diskussionen und Interviews als Repräsentantin für Frauen in der Rapszene beigezogen. Wie fühlt sich diese Rolle an?
Ich finde diese Rolle eigentlich nicht so toll. Keine Künstlerin und kein Künstler will sich durch politisches Engagement zur Schau stellen. Auch mir wäre es lieber, wenn ich die Aufmerksamkeit für meine Musik und nicht für mein politisches und soziales Engagement bekommen würde. Trotzdem glaube ich, dass es einfach notwendig ist diese Gespräche zu führen. Durch die Me Too-Debatte werden Menschen mit viel Entscheidungsmacht gezwungen, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Auf eine Art wird Druck auf sie ausgeübt, wodurch sie zum Handeln gezwungen werden. Mir persönlich ist das Thema sehr wichtig und diejenigen, die den Diskurs nicht für notwendig halten, sollen sich die Ohren zuhalten.

Du setzt dich seit Jahren für Frauen in der Szene ein. Worin liegt dein Erlös in dieser teils undankbaren Aufgabe?
Viele Leute in der Hip-Hop-Szene, darunter auch Frauen, finden die Debatte über Feminismus und Sexismus völlig unnötig. Manche argumentieren, dass das Sprechen über diese Themen, die Unterschiede weiter untermauern. Das ist absurd. Ich bin davon überzeugt, dass sich nichts ändert, , solange nicht darüber gesprochen wird.. Es gibt viele Gegenstimmen, das Thema ist emotional stark geladen und es löst sehr viele Unsicherheiten aus. Für diese Arbeit kriege ich kein Lob, sondern werde meist als «Scheiss Emanze» abgestempelt.

Kannst Du dich an eine bestimmte Situation erinnern?
Erst kürzlich habe ich in St.Gallen ein Konzert gegeben. Vor einem Song habe ich alle Frauen im Publikum dazu aufgefordert, die englische Passage «You don’t have to tell me what and how to be» mit voller Kraft mitzusingen. Nach meinem Set kamen zwei Männer zu mir und sagten: «Hey sorry, es war ein mega geiles Konzert aber bei dem Feminismus-Scheiss sind wir schweren Herzens wegegegangen.» Ich stelle fest, dass es viele Menschen gibt, welche die weibliche Emanzipationsbewegung als Angriff verstehen. Beim Thema Rassismus kann ich genau das gleiche beobachten. Aussagen wie «dieses Thema ist total durchgekaut» oder «Hör auf, das ist doch heute kein Problem mehr» und «alle haben das Recht diskriminiert zu werden, denn wenn man eine Gruppe nicht diskriminiert, diskriminiert man sie erst recht» habe ich schon etliche Male gehört. Das sind für mich alles nur Entschuldigungen um unreflektiert durch die Welt laufen zu können.

Wie siehts eigentlich mit Rassismus in der Dominikanischen Republik aus? Hast Du diesbezüglich Erfahrungen und Beobachtungen gemacht?
Wenn wir die historischen Hintergründe der Insel Hispaniola anschauen, wird der Rassismus der letzten Jahrhunderte sichtbar. Durch die Sklaverei und durch tyrannische Diktatoren, die tausende Dunkelhäutige umbringen liessen, ist der Rassismus in der Dominikanischen Republik tief verankert. Vor allem HaitianerInnen, die die andere Hälfte der Insel besiedeln, werden von vielen DominikanerInnen auf Grund ihrer Hautfarbe diskriminiert. Diese Diskriminierung habe ich schon als Kleinkind wahrgenommen. Weil es kein öffentliches Verkehrsnetz wie in der Schweiz gibt, fahren Privatpersonen gewisse Strecken und nehmen Leute mit, die in dieselbe Richtung wollen. Viele FahrerInnen weigern sich HaitianerInnen mitzunehmen, weil die DominikanerInnen sie als Menschen dritter Klasse ansehen. Obwohl Haiti und die Dominikanische Republik sich auf derselben Insel befinden, sind HaitianerInnen unerwünscht. Nicht nur weil sie im Vergleich zu den meisten DominikanerInnen eine dunklere Haut haben, sondern weil sie eine andere Sprache sprechen und es Unterschiede in der Kultur gibt. Viele DominikanerInnen fürchten sich vor einer Invasion der haitianischen Bevölkerung.

Hast Du Dir schon mal die Frage gestellt, wie Dein Leben verlaufen wäre, wenn Du in der Dominikanischen Republik aufgewachsen wärst?
Diese Frage ist für mich mit sehr vielen negativen Gefühlen verbunden. Wir kamen aus sehr einfachen Verhältnissen. Die meisten Mädchen in meinem Umfeld wurden in sehr jungen Jahren Mutter. Meist wurden sie durch ungenügende Aufklärung und Prävention schon bei ihren ersten sexuellen Erfahrungen, mit 14 oder 15 Jahren schon schwanger. Meine Mutter hat das immer verwendet um uns zu sagen: «Hey, seht ihr was passiert wäre, wenn wir in der Dominikanischen Republik geblieben wären? Jetzt seid ihr hier, macht das Beste daraus!» Das war für mich ein Ansporn meine Chancen zu nutzen und hart für meine Ziele zu arbeiten.

Väterlicherseits stammt meine Familie aus dem karibischen Teil Costa Ricas. Ich kann deine Gefühle also nachvollziehen. Mich hat schon häufig ein schlechtes Gefühl gegenüber Cousinen und Cousins geplagt, die von Geburt an nicht die gleichen Möglichkeiten haben wie ich. Wie gehst Du mit diesen Gefühlen um?
Dieses Gefühl ist für mich ein ständiger Begleiter. Jedesmal wenn ich im Ausland war und in die Schweiz zurückkehre, plagt mich ein schlechtes Gewissen gegenüber denjenigen, die ich zurücklasse. Ich denke aber, dass es in der Dominikanischen Republik viele Menschen gibt, die den Platz nicht mit mir tauschen wollen. Für diese Menschen haben andere Werte Priorität. Aber trotzdem wäre es schön, wenn alle die Macht hätten, ihr Leben selbst nach ihren Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Leider gibt es unzählige Leute, die diese Entscheidung nicht selbst treffen können.

Kannst du es dir vorstellen, in Zukunft in der Dominikanischen Republik sesshaft zu werden?
Ich mag es, dass in der Schweiz die Dinge einfach funktionieren. Da ich ein Workaholic bin, habe ich keine Geduld für langwierige Prozesse, die in der Dominikanischen Republik üblich sind. Würde ich dorthin zurückkehren, müsste ich mindestens einen Gang zurückschalten. Das ist für mich unvorstellbar – vor allem zum jetzigen Zeitpunkt.
Die Leute in der Dominikanischen Republik sind sehr arm und es gibt praktisch keine legalen Wege sozial aufzusteigen. Meine Familie ist auch deswegen geflüchtet. Zwar nicht vor Krieg oder einer akuten Gefahr, aber vor Kriminalität und Armut. Den Menschen fehlen Perspektiven für die Zukunft. Es gibt kein gemeinsames Wir und deswegen auch wenig Solidarität oder gar einen Sozialstaat. Dabei wäre das Land viel stärker, wenn es auch den Ärmsten besser ginge.

Mir wurde in der Schweiz schon mehrmals gesagt, dass ich dorthin zurückgehen soll, wo ich herkomme. Ich spreche nicht mal fliessend spanisch, weil mich meine Schweizer Mutter alleine aufgezogen hat. Du hast aber die ersten zehn Jahre deines Lebens in der Dominikanischen Republik verbracht. Denkst Du, dass es für dich einfacher wäre, wenn Du zurückkehren müsstest?
Ich glaube, dass ich mich an das Leben in der Dominikanischen Republik adaptieren könnte. Aber im Gegensatz zu anderen, die in ihrem Heimatland eine gute Beziehung zu ihren Verwandten haben, ist für mich ein Besuch in der Dominikanischen Republik immer mit familiären Problemen verbunden. Meine Mutter hat sich ihr ganzes Leben lang abgerackert, um uns durchzubringen. Sie hat die Verantwortung für viele Probleme von Familienmitgliedern in der DR übernommen, weswegen dieses Thema für uns schwer und belastend ist. Zum Glück bessert sich diese Situation über die Jahre.
Als ich mit 19 Jahren meinen Vater in der Dominikanischen Republik besucht habe, bemerkte ich, dass ich mich ziemlich schnell akklimatisiert hatte. Ich habe geweint als ich in die Schweiz zurückkehren musste. Nicht etwa wegen den Traumstränden, sondern weil sich das Leben in der Dominikanischen Republik einfacher gestaltet als in der Schweiz. Die Menschen brauchen weniger um glücklich zu sein.

Wo fühlst Du dich zu Hause?
In letzter Zeit habe ich gemerkt, dass mein Zuhause nicht von einem Ort abhängig ist. Mein soziales Umfeld mit den Menschen, die mir nahestehen, sind mein Zuhause. Mit gewissen Menschen könnte ich überall auf der Welt sein und ich würde mich trotzdem heimisch fühlen.

Du bist mit 10 Jahren aus der Dominikanischen Republik in die Schweiz gekommen. Wie waren Deine ersten Eindrücke als Du frisch immigriert bist?
Grau! Wir kamen im Herbst 1998 in die Schweiz und ich kann mich noch genau daran erinnern, dass es jeden Tag grau, kalt und regnerisch war. Aber wir hatten eine Riesenfreude. In den zwei Monaten vor unserer Abreise haben wir uns schon mental auf die Veränderung vorbereitet. Wir waren sehr aufgeregt und neugierig weil wir dachten, dass wir ins Paradies kommen würden.

Hast Du Erfahrungen mit Rassismus gemacht? Wie schätzt Du die Haltung der Schweizer Bevölkerung auf Neue an, die in dieses Land kommen?
Wir haben verschiedene Erfahrungen gemacht. Es gab Leute, die uns Kinder mit lockigen Haaren und dunklem Teint unglaublich süss fanden. Wiederum gab es auch andere, die ein Problem mit uns und unserer Herkunft hatten. In der Schule fielen einige Sprüche, weil ich dunkelhäutig war und die deutsche Sprache am Anfang noch nicht beherrschte.

Hattest Du Mühe Deutsch zu lernen?
Nein, wir hatten jeden Tag eine Stunde Deutschunterricht, wurden aber in allen Fächern in der regulären Klasse mit den deutschsprachigen Kindern unterrichtet. Ich fand das gut, so haben wir schnell den Anschluss gefunden. Heute ist es ja teilweise so, dass es Deutschklassen gibt, in denen alle Fremdsprachigen gemeinsam alle Fächer besuchen.
Ich frage mich, inwiefern das Sinn macht. So werden Freundschaften mit jenen geschlossen, die Deutsch auch als Zweitsprache lernen. Ich sehe hier die Gefahr eines negativen Kreislaufes. Die Tatsache, dass wir schnell Deutsch gelernt haben, hat sich sicherlich positiv auf unsere Integration ausgewirkt.

Als was siehst Du Dich in Bezug auf Nationalität? Ist Dir ein solches Bewusstsein überhaupt wichtig?
Für mich ist die Kultur wichtiger als die Nationalität, weil sie eine Person extrem prägt. Aber auf Instagram verwende ich auch unter jedem Bild das Hashtag #dominicana. Nicht weil ich übertrieben stolz bin Dominikanerin zu sein, sondern weil ich mit der Kultur, der Sprache und der Message der Dominikanischen Republik in Verbindung gebracht werden möchte.
Ich fühle mich mit sehr vielen Leuten verbunden, die nicht aus dem gleichen Land stammen wie ich und zu anderen, die den gleichen ethnischen Hintergrund haben, spüre ich keine tiefe Verbindung. Die Welt entwickelt sich schneller denn je und aus diesem Grund ist es auch so wichtig was INES macht. Alles was neu ist abzustossen und auszugrenzen, ist in meinen Augen definitiv nicht der richtige Ansatz.

Wie sieht für dich eine neue Schweiz aus?
Meiner Meinung nach sollten alle politisches Mitspracherecht haben und sich beteiligen dürfen, die in der Schweiz leben. Politische Teilhabe ist für eine funktionierende Gesellschaft sehr wichtig. Es stimmt eben nicht, dass sich eh nichts ändern kann. Leider ist das in den Köpfen von vielen Menschen verankert. Auch bei ganz vielen jungen Menschen. Das finde ich beängstigend. Aber es gibt auch Positives: Die jungen Generationen gehen viel selbstverständlicher und unverkrampfter heran, wenns darum geht, für seine Rechte einzustehen. Dieses Selbstverständnis entwickelt sich schon bei Kindern. Ich wünsche mir eine Schweiz, in der gemeinsam über die Zukunft des Landes nachgedacht und gesprochen wird. Und: Ich wünsche mir für die Zukunft eine Schweiz, die auf ihre sozialen Errungenschaften stolz ist. Wenn es den Schwächsten schlecht geht, kann es keinem von uns gut gehen.

 

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Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte

Freitag, 10. September 2021

Von Anisha Imhasly

 

Gruppenbild im Anschluss an die kulturpolitische Debatte, Gessnerallee Zürich, Juni 2021

An einem Samstagnachmittag anfangs Juni fanden sich rund fünfzig Menschen in der Gessnerallee Zürich ein, um auf Einladung von INES unter dem Titel „Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte“ zu erfahren, wie es um diese Vielfalt in der Kultur bestellt ist. Dies vor dem Hintergrund eines zentralen Anliegens seitens INES: Nämlich, dass sich die demografische Realität der Schweiz in seinen Institutionen – etwa in Politik und Verwaltung, Recht, Medien, Bildung und Kultur – viel stärker abbilden muss. Was hier folgt, ist eine subjektive Einordnung der Diskussionen bzw. einige weiterführende Gedanken zum Thema.

#NeueSchweiz

Glossar
Glossar #NeueSchweiz

 

An dieser Stelle wird das Glossar #NeueSchweiz zukünftig die relevanten Begriffe vorstellen, um Migration, Vielfalt und Rassismus in der Schweiz zu verstehen – fundiert und kritisch. Ausgangslage bilden die beiden Begriffe #NeueSchweiz und #DeepDiversity.

Elio Lanari 17. April 1960 – 17. Juni 2021

Samstag, 3. Juli 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

Elio Lanari

Elio, caro, viel zu kurze Zeit nur hast Du unseren Vorstand mit Deiner Arbeit beehrt. Dein Engagement aber war schon viel älter. In den 60ern als Kind von italienischen Einwanderern in der Schweiz aufgewachsen, wusstest Du, was es hiess, sich gegen alle Hindernisse einen Platz in dieser Gesellschaft zu erkämpfen.

Aktion Vierviertel – Wer hier lebt, soll ein Recht auf Einbürgerung haben!

Sonntag, 20. Juni 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

Bündnis für einen mutigen Gesellschaftsentwurf

Ein Viertel der Schweizer Bevölkerung hat keine Schweizer Staatsangehörigkeit, obwohl sie in der Schweiz zum gemeinschaftlichen Leben beitragen. Dies möchte der Verein Aktion Vierviertel ändern. Die Aktion Vierviertel wurde von einem zivilgesellschaftlichen Bündnis, das von INES unterstützt wird, angestossen und aufgebaut. Sie fordert das automatische Bürgerrecht für alle, die hier geboren sind, und ein Grundrecht auf Einbürgerung für die, die seit vier Jahren hier leben.

«We Talk. Schweiz ungefiltert» - die Talkshow mit Migrationsgeschichte am Frauen*streik

Dienstag, 15. Juni 2021

Von Stimmen der Neuen Schweiz

 

Feministische Aktionstage 2021, Fotos: raumsinn | dani fels

«We Talk. Schweiz ungefiltert» wurde im Frühling 2021 vom Förderverein des Institut Neue Schweiz, dem Berner Rassismus Stammtisch und dem Kollektiv Ostwind - Ostschweiz mit Migrationsvorsprung ins Leben gerufen. Bei We Talk sprechen Menschen mit Migrationsgeschichte und Rassismuserfahrung miteinander: «Ungefiltert, reflektiert und kritisch.» Gestern wurde im Rahmen des Frauen*streiks die zweite Folge lanciert.

Institutionelle Öffnung der Kulturhäuser - Erfahrungen und Empfehlungen

Donnerstag, 3. Juni 2021

Von Inés Mateos

 

Im 2019 starteten das Literaturhaus und die Kaserne Basel mit dem Institut Neue Schweiz INES das Projekt Atelier Neue Schweiz Basel, bei dem die Öffnung hin zur postmigrantischen Schweiz der beiden Kulturhäuser im Zentrum stand. Über den angestossenen Transformationsprozess spricht Inés Mateos von INES mit Sandro Lunin, dem Leiter Kaserne Basel, und mit Katrin Eckert, der Leiterin des Literaturhaus Basel. Hier kann das Gespräch angesehen werden. Auf der Grundlage der Erfahrungen des Projekts sind zehn Empfehlungen erarbeitet worden.

Neue Initiativen zu Repräsentation in den Medien

Dienstag, 1. Juni 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

raumsinn / dani fels

Obwohl die Schweiz vielfältig ist, sind Menschen mit Migrationsgeschichte und Rassismuserfahrung, People of Color, Stimmen mit Akzenten und «ausländisch» klingenden Namen in den Medien stark unterrepräsentiert. Zunehmend mehr Initiativen nehmen diese Missstände als Anlass, eigene Projekt aufzubauen. In einem Webinar, das von den Neuen Schweizer Medienmacher*innen und Lucify.ch in Zusammenarbeit mit dem Institut Neue Schweiz INES organisiert wurde, kamen sie miteinander ins Gespräch. Hier kann das Video angesehen werden.

In der Schweiz Zuhause – ausgeschafft in ein fremdes Land

Sonntag, 30. Mai 2021

Von Institut Neue Schweiz und Demokratische Juristinnen und Juristen Zürich

 

Babak Fargahi, Rechtsanwalt

In der Schweiz können seit je her Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind, ausgeschafft werden. Nur weil sie den Schweizer Pass nicht besitzen. Mit Annahme der Ausschaffungsinitiative und Verschärfungen im Bürgerrecht hat sich die Situation noch mehr verschlechtert. Rechtsanwalt Babak Fargahi, Filmhistorikerin Marcy Goldberg, Buket Bicer-Zimmermann, Schwester eines in die Türkei ausgeschafften Secondo, und Ständerat Paul Rechsteiner haben am 24. Mai 2021 im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kosmopolitics über diese Missstände gesprochen. Hier kann das Video angesehen werden.

«Was hat dein Name für eine Sprache?»

Donnerstag, 20. Mai 2021

Von Cathrine Lutz, Co-Leiterin Projekt «Schul-Geschichte der Neuen Schweiz»

 

Postmigrantische Schulgeschichten der Neuen Schweiz - Mitwirkende an der Geschichtensammlung erzählen von ihren Erlebnissen in der Schule.

Junge Muslim*innen zwischen Teilhabe und Rechtfertigungsdruck

Donnerstag, 15. April 2021

Von Asmaa Dehbi

 

Am 7. März 2021 hat die Schweizer Stimmbevölkerung über die Volksinitiative «Ja zum Verhüllungsverbot» abgestimmt. An einem Freitagabend kurz vor der Abstimmung sprechen junge Muslim*innen auf der Zürcher Jugendplattform «Project Träff» darüber, wie sie die Diskussionen rund um das Thema Verhüllung wahrnehmen.

#DeepDiversity

ÖFFENTLICHER APPELL: WIRTSCHAFTLICHE NOT IN ZEITEN DER CORONA-KRISE DARF AUFENTHALTSSTATUS UND EINBÜRGERUNGEN NICHT GEFÄHRDEN – SEIEN WIR AUCH HIER SOLIDARISCH!

Freitag, 1. Mai 2020

Von INES Institut Neue Schweiz

 

Die Corona-Pandemie ist nicht nur eine gesundheitliche, sondern auch eine soziale und wirtschaftliche Krise. Viele Menschen sind von Arbeitslosigkeit bedroht, werden auf Sozialhilfe angewiesen sein und müssen Schulden aufnehmen, auch in der Schweiz. Das hat massive finanzielle und soziale Auswirkungen, aber auch – was viele nicht wissen – rechtliche Folgen. Bei Entscheiden zum Aufenthaltsstatus und zur Einbürgerung spielt das Kriterium ›wirtschaftliche Integration‹ eine massgebliche Rolle. Die Corona-Pandemie ist auch deswegen für viele eine existenzielle Bedrohung. Dies betrifft potenziell ein Viertel der Wohnbevölkerung, die kein Schweizer Bürgerrecht haben, aber das Land tagtäglich mittragen und mitgestalten.

Tradition und Identität im Kontext postkolonialer Verstrickungen

Freitag, 6. März 2020

Von Halua Pinto de Magalhães

 

"Protestdemo" von FasnächtlerInnen - August 2018 (Quelle: Tageswoche, Hans-Jörg Walter)

Aufgrund des Corona-Virus wurde dieses Jahr unter anderem die Basler Fasnacht abgesagt. Die Kritik der antirassistischen Bewegung an der Fasnacht bleibt. Es stellt sich insbesondere immer noch die Frage, weshalb diese sogenannten Traditionen sowohl bei ihren Kritikern, als auch bei eingeschworenen FasnächtlerInnen so viele Emotionen auslösen. Halua Pinto de Magalhães sucht auf dem INES Blog „Stimmen der Neuen Schweiz“ nach antworten.

"Ich bin Secondo, also bin ich."

Dienstag, 21. Januar 2020

Von Uğur Gültekin

 

Samir und Ugur Gültekin.

Der Filmemacher Samir und Uğur Gültekin (INES-Institutsleitung und Journalist) tauschen sich in diesem postmigrantischen Generationengespräch über das Erwachsenwerden in unterschiedlichen Jahrzehnten aus. Dabei entdecken sie Gemeinsamkeiten, blicken auf hoffnungsspendende Momente zurück und werden über den Fakt überrascht, dass sie ohne sich zu kennen, durch die Arbeit des anderen empowert wurden.

«Für Hunde und Italiener verboten» - Ein Gespräch mit Angelo Maiolino

Montag, 15. Juli 2019

Von Tarek Naguib

 

Angelo Maiolino war Dozent und wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für politische Philosophie der Universität Zürich. Gegenwärtig arbeitet der Familienvater als Gymnasiallehrer an einer Zürcher Kantonsschule. Im Jahr 2011 hat er das Buch „Als die Italiener noch Tschinggen waren“ im Rotpunktverlag publiziert. Drei Jahre später erschien seine Doktorarbeit mit dem Titel „Politische Kultur in Zeiten des Neoliberalismus“ im Transcript Verlag. Tarek Naguib hat Angelo Maiolino getroffen und mit ihm zurückgeschaut auf die Schwarzenbach-Initiative und die Lebensrealitäten von italienischen Gastarbeitern in der Schweiz und gefragt was diese Erfahrungen für die Gegenwart und die Zukunft der Migrationsgesellschaft Schweiz bedeuten.

Hautverdächtig – Rassistische Polizeikontrollen auf der Anklagebank

Donnerstag, 16. Mai 2019

Von Mohamed Wa Baile und Ellen Höhne

 

»Hautverdächtig« ist die theatralische Dokumentation und Reinszenierung eines Schweizer Gerichtsfalls zu Racial Profiling, der im Jahr 2015 begann und mittlerweile vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anhängig ist. Dieser experimentelle Text bringt die institutionalisierte Diskriminierungspraxis der Polizei ans Licht, in der täglich Menschen verdächtigt, willkürlich aufgehalten und als Rassisierte ausgeschlossen werden.

memleket Folge 11: Wir sind die Mehrheit - mit Albina Muhtari

Freitag, 9. April 2021

Von Stimmen der Neuen Schweiz

 

memleket Folge 11: Wir sind die Mehrheit - mit Albina Muhtari

memleket Folge 10: Von wegen Chancengleichheit! Ein Gespräch mit Aygül Pala

Donnerstag, 8. April 2021

Von Stimmen der Neuen Schweiz

 

memleket Folge 10: Von wegen Chancengleichheit! Ein Gespräch mit Aygül Pala

Vorschau: Eine Neue Schweiz!

Dienstag, 2. März 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

Die Neue Schweiz ist längst da – voller Migration, Vielfalt und Mehrfachzugehörigkeit! Sie muss nur sichtbar und erfahrbar gemacht werden. Das HANDBUCH NEUE SCHWEIZ, das voraussichtlich im Herbst 2021 erscheint, bietet eine Standortbestimmung zu laufenden postmigrantischen, rassismuskritischen und intersektionalen Debatten und Visionen und vereint visionäre Essays, biografische Stories und literarische Texte mit einer Vielfalt von künstlerischen Bildbeiträgen. Ein Glossar und Random Facts versammeln praktische Werkzeuge für alltägliche und fachliche Gespräche und Debatten.

Do the Right Thing! #NeueSchweiz im Kino im Kocher

Mittwoch, 9. September 2020

Von Friends of INES aka FRINES, Mardoché Kabengele

 

*Am 22. August zeigte das gratis Openairkino „Kino im Kocher“ den Film „Do the Right Thing vom Schwarzen Regisseur, Produzenten und Schauspieler Spike Lee. Sie wollten für das diesjährige Event eine klare Position gegen Polizeigewalt und strukturellen Rassismus beziehen. Das Institut Neue Schweiz (INES) und sein Förderverein Friends of INES (FrINES) waren mit einer Eröffnungsrede von Mardoché Kabengele und Lucia Aguilar und einem Stand vor Ort. **

Für alle Menschen, die hier leben und die noch kommen werden

Montag, 15. Juni 2020

Von INES Institut Neue Schweiz

 

Seit George Floyd durch rassistische Polizeigewalt in den USA ums Leben gebracht wurde, ist die Solidarität mit der Black Lives Matter-Bewegung auch in der Schweiz deutlich spürbar, in öffentlichen Debatten, auf der Strasse und persönlichen Gesprächen. Das Institut Neue Schweiz (INES) solidarisiert sich mit diesen Protesten und dem Kampf gegen einen spezifischen anti-Schwarzen Rassismus.

Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte

Freitag, 10. September 2021

Von Anisha Imhasly

 

Gruppenbild im Anschluss an die kulturpolitische Debatte, Gessnerallee Zürich, Juni 2021

An einem Samstagnachmittag anfangs Juni fanden sich rund fünfzig Menschen in der Gessnerallee Zürich ein, um auf Einladung von INES unter dem Titel „Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte“ zu erfahren, wie es um diese Vielfalt in der Kultur bestellt ist. Dies vor dem Hintergrund eines zentralen Anliegens seitens INES: Nämlich, dass sich die demografische Realität der Schweiz in seinen Institutionen – etwa in Politik und Verwaltung, Recht, Medien, Bildung und Kultur – viel stärker abbilden muss. Was hier folgt, ist eine subjektive Einordnung der Diskussionen bzw. einige weiterführende Gedanken zum Thema.

#NeueSchweiz

Elio Lanari 17. April 1960 – 17. Juni 2021

Samstag, 3. Juli 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

Elio Lanari

Elio, caro, viel zu kurze Zeit nur hast Du unseren Vorstand mit Deiner Arbeit beehrt. Dein Engagement aber war schon viel älter. In den 60ern als Kind von italienischen Einwanderern in der Schweiz aufgewachsen, wusstest Du, was es hiess, sich gegen alle Hindernisse einen Platz in dieser Gesellschaft zu erkämpfen.

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Dienstag, 15. Juni 2021

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Neue Initiativen zu Repräsentation in den Medien

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Obwohl die Schweiz vielfältig ist, sind Menschen mit Migrationsgeschichte und Rassismuserfahrung, People of Color, Stimmen mit Akzenten und «ausländisch» klingenden Namen in den Medien stark unterrepräsentiert. Zunehmend mehr Initiativen nehmen diese Missstände als Anlass, eigene Projekt aufzubauen. In einem Webinar, das von den Neuen Schweizer Medienmacher*innen und Lucify.ch in Zusammenarbeit mit dem Institut Neue Schweiz INES organisiert wurde, kamen sie miteinander ins Gespräch. Hier kann das Video angesehen werden.

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Donnerstag, 20. Mai 2021

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Postmigrantische Schulgeschichten der Neuen Schweiz - Mitwirkende an der Geschichtensammlung erzählen von ihren Erlebnissen in der Schule.

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Freitag, 1. Mai 2020

Von INES Institut Neue Schweiz

 

Die Corona-Pandemie ist nicht nur eine gesundheitliche, sondern auch eine soziale und wirtschaftliche Krise. Viele Menschen sind von Arbeitslosigkeit bedroht, werden auf Sozialhilfe angewiesen sein und müssen Schulden aufnehmen, auch in der Schweiz. Das hat massive finanzielle und soziale Auswirkungen, aber auch – was viele nicht wissen – rechtliche Folgen. Bei Entscheiden zum Aufenthaltsstatus und zur Einbürgerung spielt das Kriterium ›wirtschaftliche Integration‹ eine massgebliche Rolle. Die Corona-Pandemie ist auch deswegen für viele eine existenzielle Bedrohung. Dies betrifft potenziell ein Viertel der Wohnbevölkerung, die kein Schweizer Bürgerrecht haben, aber das Land tagtäglich mittragen und mitgestalten.

"Ich bin Secondo, also bin ich."

Dienstag, 21. Januar 2020

Von Uğur Gültekin

 

Samir und Ugur Gültekin.

Der Filmemacher Samir und Uğur Gültekin (INES-Institutsleitung und Journalist) tauschen sich in diesem postmigrantischen Generationengespräch über das Erwachsenwerden in unterschiedlichen Jahrzehnten aus. Dabei entdecken sie Gemeinsamkeiten, blicken auf hoffnungsspendende Momente zurück und werden über den Fakt überrascht, dass sie ohne sich zu kennen, durch die Arbeit des anderen empowert wurden.

Hautverdächtig – Rassistische Polizeikontrollen auf der Anklagebank

Donnerstag, 16. Mai 2019

Von Mohamed Wa Baile und Ellen Höhne

 

»Hautverdächtig« ist die theatralische Dokumentation und Reinszenierung eines Schweizer Gerichtsfalls zu Racial Profiling, der im Jahr 2015 begann und mittlerweile vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anhängig ist. Dieser experimentelle Text bringt die institutionalisierte Diskriminierungspraxis der Polizei ans Licht, in der täglich Menschen verdächtigt, willkürlich aufgehalten und als Rassisierte ausgeschlossen werden.

memleket Folge 10: Von wegen Chancengleichheit! Ein Gespräch mit Aygül Pala

Donnerstag, 8. April 2021

Von Stimmen der Neuen Schweiz

 

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Do the Right Thing! #NeueSchweiz im Kino im Kocher

Mittwoch, 9. September 2020

Von Friends of INES aka FRINES, Mardoché Kabengele

 

*Am 22. August zeigte das gratis Openairkino „Kino im Kocher“ den Film „Do the Right Thing vom Schwarzen Regisseur, Produzenten und Schauspieler Spike Lee. Sie wollten für das diesjährige Event eine klare Position gegen Polizeigewalt und strukturellen Rassismus beziehen. Das Institut Neue Schweiz (INES) und sein Förderverein Friends of INES (FrINES) waren mit einer Eröffnungsrede von Mardoché Kabengele und Lucia Aguilar und einem Stand vor Ort. **

Glossar
Glossar #NeueSchweiz

 

An dieser Stelle wird das Glossar #NeueSchweiz zukünftig die relevanten Begriffe vorstellen, um Migration, Vielfalt und Rassismus in der Schweiz zu verstehen – fundiert und kritisch. Ausgangslage bilden die beiden Begriffe #NeueSchweiz und #DeepDiversity.

Aktion Vierviertel – Wer hier lebt, soll ein Recht auf Einbürgerung haben!

Sonntag, 20. Juni 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

Bündnis für einen mutigen Gesellschaftsentwurf

Ein Viertel der Schweizer Bevölkerung hat keine Schweizer Staatsangehörigkeit, obwohl sie in der Schweiz zum gemeinschaftlichen Leben beitragen. Dies möchte der Verein Aktion Vierviertel ändern. Die Aktion Vierviertel wurde von einem zivilgesellschaftlichen Bündnis, das von INES unterstützt wird, angestossen und aufgebaut. Sie fordert das automatische Bürgerrecht für alle, die hier geboren sind, und ein Grundrecht auf Einbürgerung für die, die seit vier Jahren hier leben.

Institutionelle Öffnung der Kulturhäuser - Erfahrungen und Empfehlungen

Donnerstag, 3. Juni 2021

Von Inés Mateos

 

Im 2019 starteten das Literaturhaus und die Kaserne Basel mit dem Institut Neue Schweiz INES das Projekt Atelier Neue Schweiz Basel, bei dem die Öffnung hin zur postmigrantischen Schweiz der beiden Kulturhäuser im Zentrum stand. Über den angestossenen Transformationsprozess spricht Inés Mateos von INES mit Sandro Lunin, dem Leiter Kaserne Basel, und mit Katrin Eckert, der Leiterin des Literaturhaus Basel. Hier kann das Gespräch angesehen werden. Auf der Grundlage der Erfahrungen des Projekts sind zehn Empfehlungen erarbeitet worden.

In der Schweiz Zuhause – ausgeschafft in ein fremdes Land

Sonntag, 30. Mai 2021

Von Institut Neue Schweiz und Demokratische Juristinnen und Juristen Zürich

 

Babak Fargahi, Rechtsanwalt

In der Schweiz können seit je her Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind, ausgeschafft werden. Nur weil sie den Schweizer Pass nicht besitzen. Mit Annahme der Ausschaffungsinitiative und Verschärfungen im Bürgerrecht hat sich die Situation noch mehr verschlechtert. Rechtsanwalt Babak Fargahi, Filmhistorikerin Marcy Goldberg, Buket Bicer-Zimmermann, Schwester eines in die Türkei ausgeschafften Secondo, und Ständerat Paul Rechsteiner haben am 24. Mai 2021 im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kosmopolitics über diese Missstände gesprochen. Hier kann das Video angesehen werden.

Junge Muslim*innen zwischen Teilhabe und Rechtfertigungsdruck

Donnerstag, 15. April 2021

Von Asmaa Dehbi

 

Am 7. März 2021 hat die Schweizer Stimmbevölkerung über die Volksinitiative «Ja zum Verhüllungsverbot» abgestimmt. An einem Freitagabend kurz vor der Abstimmung sprechen junge Muslim*innen auf der Zürcher Jugendplattform «Project Träff» darüber, wie sie die Diskussionen rund um das Thema Verhüllung wahrnehmen.

#DeepDiversity

Tradition und Identität im Kontext postkolonialer Verstrickungen

Freitag, 6. März 2020

Von Halua Pinto de Magalhães

 

"Protestdemo" von FasnächtlerInnen - August 2018 (Quelle: Tageswoche, Hans-Jörg Walter)

Aufgrund des Corona-Virus wurde dieses Jahr unter anderem die Basler Fasnacht abgesagt. Die Kritik der antirassistischen Bewegung an der Fasnacht bleibt. Es stellt sich insbesondere immer noch die Frage, weshalb diese sogenannten Traditionen sowohl bei ihren Kritikern, als auch bei eingeschworenen FasnächtlerInnen so viele Emotionen auslösen. Halua Pinto de Magalhães sucht auf dem INES Blog „Stimmen der Neuen Schweiz“ nach antworten.

«Für Hunde und Italiener verboten» - Ein Gespräch mit Angelo Maiolino

Montag, 15. Juli 2019

Von Tarek Naguib

 

Angelo Maiolino war Dozent und wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für politische Philosophie der Universität Zürich. Gegenwärtig arbeitet der Familienvater als Gymnasiallehrer an einer Zürcher Kantonsschule. Im Jahr 2011 hat er das Buch „Als die Italiener noch Tschinggen waren“ im Rotpunktverlag publiziert. Drei Jahre später erschien seine Doktorarbeit mit dem Titel „Politische Kultur in Zeiten des Neoliberalismus“ im Transcript Verlag. Tarek Naguib hat Angelo Maiolino getroffen und mit ihm zurückgeschaut auf die Schwarzenbach-Initiative und die Lebensrealitäten von italienischen Gastarbeitern in der Schweiz und gefragt was diese Erfahrungen für die Gegenwart und die Zukunft der Migrationsgesellschaft Schweiz bedeuten.

memleket Folge 11: Wir sind die Mehrheit - mit Albina Muhtari

Freitag, 9. April 2021

Von Stimmen der Neuen Schweiz

 

memleket Folge 11: Wir sind die Mehrheit - mit Albina Muhtari

Vorschau: Eine Neue Schweiz!

Dienstag, 2. März 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

Die Neue Schweiz ist längst da – voller Migration, Vielfalt und Mehrfachzugehörigkeit! Sie muss nur sichtbar und erfahrbar gemacht werden. Das HANDBUCH NEUE SCHWEIZ, das voraussichtlich im Herbst 2021 erscheint, bietet eine Standortbestimmung zu laufenden postmigrantischen, rassismuskritischen und intersektionalen Debatten und Visionen und vereint visionäre Essays, biografische Stories und literarische Texte mit einer Vielfalt von künstlerischen Bildbeiträgen. Ein Glossar und Random Facts versammeln praktische Werkzeuge für alltägliche und fachliche Gespräche und Debatten.

Für alle Menschen, die hier leben und die noch kommen werden

Montag, 15. Juni 2020

Von INES Institut Neue Schweiz

 

Seit George Floyd durch rassistische Polizeigewalt in den USA ums Leben gebracht wurde, ist die Solidarität mit der Black Lives Matter-Bewegung auch in der Schweiz deutlich spürbar, in öffentlichen Debatten, auf der Strasse und persönlichen Gesprächen. Das Institut Neue Schweiz (INES) solidarisiert sich mit diesen Protesten und dem Kampf gegen einen spezifischen anti-Schwarzen Rassismus.

INES