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«Was hat dein Name für eine Sprache?»

Donnerstag, 20. Mai 2021

Von Cathrine Lutz, Co-Leiterin Projekt «Schul-Geschichte der Neuen Schweiz»

 

Postmigrantische Schulgeschichten der Neuen Schweiz - Mitwirkende an der Geschichtensammlung erzählen von ihren Erlebnissen in der Schule.

content note: In diesem Text werden rassistische Äusserungen und Erfahrungen, die Menschen im Schulkontext erlebt haben, wiedergegeben.

«Frag mich, wo ich zu Hause bin» wird am 18. Juni 2021 online als Geschichtensammlung veröffentlicht. Es ist im Rahmen des Projektes «Schul-Geschichten der Neuen Schweiz» entstanden. Das Ziel des Bildungsprojektes ist es, Herausforderungen in den Blick zu nehmen, welche Menschen mit Migrationsgeschichte und Rassismuserfahrung im Schulkontext erleben. Mit diesem Projekt des Instituts Neue Schweiz (INES) spürten wir in Erzählcafés und Textwerkstätten Geschichten und Erfahrungen von Schüler*innen, ehemaligen Schüler*innen, Lehrpersonen und Erziehungsberechtigten auf und dokumentierten diese. Entstanden ist ein Stimmungsbild zur heutigen Schulkultur und damit verbundenen Herausforderungen.

Anlässlich der bevorstehenden Vernissage traf ich mich mit vier Teilnehmer*innen, die an den Erzählcafés und Textwerkstätten teilgenommen haben, um über den Projektprozess und über ihre Erfahrungen im Schweizer Bildungskontext zu diskutieren. Die Namen wurden auf Wunsch der Teilnehmer*innen teilweise anonymisiert.

Cathrine Lutz: In der Geschichtensammlung, die am 18. Juni veröffentlich wird, kommen viele schwierige Erlebnisse vor, die ihr und andere Beteiligten im Schulkontext erlebt haben. Wie ist es denn mit positiven Erfahrungen, könnt ihr auch über solche berichten?

*Lupin: Ich habe leider mehr Negatives als Positives erlebt. Mein Primarlehrer hat zum Beispiel auf Kosten von uns «Ausländern» Witze gemacht, Witze über Albaner oder Jugoslawen oder andere Gruppen und die ganze Klasse sass da und hat gelacht. Wenn dann jemand von uns was gesagt hat, meinte der Lehrer: «Jetzt seid doch nicht so empfindlich.» Ich wurde in der Schule auch vor den Lehrer*innen gemobbt und geschlagen und es kam keine Reaktion von ihnen. Als ich mich dann wehrte, hiess es, dass der andere Junge halt von hier sei, er dürfe das. Ich nicht.
Umso schöner waren aber die positiven Erlebnisse, die ich bis heute noch in mir trage. Meine Kindergartenlehrerin hat mich und meine kreative Seite früh entdeckt und gefördert. Auch der Direktor meines Internats hat mich sehr unterstützt: Er hat zwei Schüler*innen sofort rausgeworfen, als sie aus Spass das Hakenkreuz gezeichnet hatten. Ausserdem nahm er mich oft auf die Seite und fragte mich, ob es mir gut gehe.

Maryam: Ich mache zurzeit Stellvertretungen an Schulen und oft kommt die Frage auf, woher ich komme, weil man das meinem Namen ansieht. Er ist nicht «typisch Schweizerisch». Bei einer Stellvertretung stellten mir Schüler*innen die Frage: «Was hat dein Name für eine Sprache?» Das hat mich sehr berührt. Ich sagte, dass der Name Persisch sei und mein Vater aus dem Iran, meine Mutter aus der Schweiz komme. Und weil ich in der Schweiz geboren sei, identifiziere ich mich auch als Schweizerin. Wir hatten dann ein sehr schönes Gespräch. Das Kind meinte: «Dann bin ich ja auch von hier, auch wenn mein Vater aus Eritrea ist.»

*Sarina: Ich erlebe, dass die Freunde meines Sohnes sensibilisiert sind. Die stellen sich vor ihn hin und setzen sich für meinen Sohn ein, wenn ihm beispielsweise «Schlitzauge» oder «Tschingtschangtschung» nachgerufen wird. Sie sagen den anderen Kindern: «Jetzt hör mal auf!» Oder: «Das ist doch blöd.» Oder sie fragen: «Warum machst du das jetzt? » So muss erdas nicht selbst tun. In diesen Momenten ist er verletzt und gleichzeitig spürt er, dass seine Freunde für ihn da sind, das Wort ergreifen. Das ist toll zu sehen.

Cathrine Lutz: Wie habt ihr selbst das Projekt erlebt und was hat es in euch ausgelöst? Hat sich eure Beziehung zum Thema seither verändert?

*Lupin: Ich hatte zuvor aufgehört, über das Thema Rassismus und Diskriminierung zu sprechen. Doch seit dem Projekt kann ich fast nicht mehr aufhören, Ungerechtigkeiten anzusprechen. Ich hatte mich auch schon früher gewehrt, aber da ging's mehr ums Zurückgeben im Sinne einer sarkastischen Antwort. Heute gehe ich mit der Person in die Begegnung. Ich fordere heraus, ich stelle Gegenfragen. Ich versuche mit meinen Fragen zu erreichen, dass die Person sich selbst hinterfragt.

*Sarina: Ich bin beruflich mit dem Thema Diversität unterwegs, hatte aber auch das Bedürfnis etwas Praktisches zu tun. Durch die Gespräche mit den anderen Teilnehmer*innen des Projektes bin ich bestärkt. Manchmal bin ich immer noch unsicher und frage mich, ob ich nicht zu empfindlich bin. Oft hat man das Gefühl, mit diesen Erfahrungen alleine zu sein. In einem sicheren Rahmen meine Erfahrungen mit Menschen teilen zu können, die etwas Ähnliches erlebt haben, war sehr schön. Ich fühle mich seither bestärkt darin, mich zu melden und zu wehren, wenn ich in eine Situation gerate, die mir unangenehm ist.

Peter: Als weisser Vater exponiere ich mich in der Öffentlichkeit, ich will oft für andere einstehen. Meine Schwarze Tochter erlebt immer wieder unangenehme Begegnungen aufgrund ihres Aussehens. Früher habe ich oft zurückgegeben und wütend reagiert, heute gehe ich mehr in die Tiefe und merke, dass ich damit mehr zur Debatte beitragen kann. Die Frage von *Sarina oder auch anderen Teilnehmer*innen des Geschichtenhefts - «Bin ich denn alleine, übertreibe ich nur?» - kannte ich vorher nicht. Durch dieses Projekt durfte ich diese anderen Perspektiven kennenlernen. Ich finde, wir als Gesellschaft sollten nicht nur reagieren, sondern müssen einander besser zuhören und auch proaktiv gegen Rassismus und Diskriminierung vorgehen.

Maryam: Ich fand das Projekt sehr empowernd, weil es einen Austausch mit Personen gab, die ähnliche Erfahrungen machen und gemacht haben. Zu merken, dass ich nicht allein bin, hat mich darin bestärkt, laut zu bleiben und für mich selbst und andere einzustehen. Ich lasse es nicht mehr zu, dass andere Personen oder ich übergangen oder unsichtbar gemacht werden, auch wenn ich weiss, dass ich dann manchmal als störend hingestellt werde. Aber weil ich die Mechanismen, die dahinterstehen, einordnen kann, kann ich nun auch besser damit umgehen. Ausserdem bin ich in Gesprächen mit Kindern in der Schule viel aufmerksamer geworden, v.a. wenn es um Fragen wie Herkunft und «Woher kommst du?» geht.


Cathrine Lutz: Du äusserst dich trotz der Gefahr, dass du als störend wahrgenommen werden könntest. Kannst du das noch genauer erläutern?

Maryam: In Gruppen bin ich nun z.B. viel aufmerksamer und achte mich, wer wie viel Raum einnimmt, auf wen gehört wird, wie man zu einer Entscheidung kommt bzw. welche Meinungen von welcher Person schliesslich zu einer Entscheidung führen.

Peter: Ich fühle mich etwas ertappt. Ich bin ein grosser, lauter Mann und bin sehr selbstbewusst und manchmal merke ich nach einem Gespräch: Oh je, vielleicht habe ich die Person gerade ein bisschen überfahren. Was ich sehr schön finde, ist, dass du das sichtbar machst, Maryam. Mir fehlt das. Das traut sich ja normalerweise niemand anzusprechen.

*Lupin: Vor zehn Jahren reagierte ich noch sehr laut und emotional auf diskriminierende oder rassistische Situationen, heute lasse ich mich nicht mehr aus der Ruhe bringen. Ich habe für mich herausgefunden, dass es mir hilft, mit Worten zu kämpfen. Es tut mir gut. Ich lächle, höre mir die Meinung an und bringe dann meine Gegenargumente. Egal, was mein Gegenüber sagt, ich versuche respektvoll zu bleiben.

Cathrine Lutz: Was ist denn eurer Meinung nach eine Herausforderung in der Schweizer Bildungslandschaft? Was fehlt bzw. müsste gemacht werden, um eine gerechtere Bildung für alle Kinder zu garantieren?

Maryam: Das schöne Wort «Chancengleichheit» kommt in der Lehrer*innen-Ausbildung die ganze Zeit vor, aber die Umsetzung hängt von einzelnen Schulen und Lehrpersonen ab. Es bestehen keine klaren Vorgaben.

Peter: Ich wünsche mir ein diverseres und inklusiveres Schulsystem, in dem auch Leute mit Migrationsgeschichte und/oder sozial benachteiligte Menschen mit wenig Unterstützung zu Hause inkludiert werden. Der Fokus sollte breiter aufgestellt und nicht nur auf die klassischen Fächer wie Mathematik und Deutsch gelegt werden. Ich glaube ausserdem, dass die Schulen oft das Thema Rassismus nicht als Problem erkennen und darum auch keine Lösung suchen. Konkret heisst das: Die Schule muss viel mehr Aufklärung in Bezug auf Rassismus betreiben.

*Sarina: Bildung allgemein und Schulabschlüsse sollten nicht so stark von der Herkunft abhängen, egal ob ich eine Migrationsgeschichte habe oder in welchem sozialen Milieu ich aufgewachsen bin. Diese beiden Faktoren überlappen sich ja manchmal auch. Das Elternhaus oder die Finanzen des Elternhauses sollten viel weniger Einfluss auf die Schulkarrieren der Kinder haben. Ich finde es frappant, wie viel wir als Eltern bei den Hausaufgaben und bei schulischen Projekten unterstützen müssen, damit sie gut rauskommen. Ich finde es falsch, dass die Schulen darauf setzen, dass die Eltern dieselbe Schulbildung genossen haben und darum von zu Hause aus unterstützen können.
Konkret müssten wir ganz stark in die Lehrer*innen-Ausbildung investieren, diese umstrukturieren, andere Schwerpunkte setzen. Dass heutzutage nach wie vor Ausbildungen für Lehrpersonen angeboten werden, in denen das Thema Anti-Rassismus oder struktureller Rassismus nicht thematisiert wird, bzw. dass man heutzutage Lehrperson werden kann, ohne mindestens einmal ein Modul oder Seminar dazu besucht zu haben, verstehe ich wirklich nicht. Ich kann nicht glauben, dass es nicht fixer Bestandteil des Curriculums ist. Ich finde, das müsste auf jeden Fall ein Pflichtmodul sein und dieses Modul müsste auch auf andere Differenzkategorien wie Gender, Milieu und Behinderung eingehen, nicht nur auf Anti-Rassismus.

Peter: Ja, wie kann es sein, dass ein Mensch nicht grundsätzlich etwas von systemischem Rassismus gehört hat? In der heutigen Zeit - das stösst mich vor den Kopf.

Maryam: Es gibt zwar das Fach Deutsch als Zweitsprache, aber bei der Beurteilung werden alle Kinder gleich bewertet. Kinder, die in den Aufnahmeklassen – Klassen für Kinder ohne Deutschkenntnisse – sind, muss man zwei Jahre nicht bewerten, danach aber schon. Ich kann doch nicht ein Kind, das eine andere Muttersprache hat und erst in der Primarschule Hochdeutsch lernt, sprachlich gleich bewerten wie eines, das Erstsprache Deutsch hat!
In der Lehrer*innen-Ausbildung wünsche ich mir eine vertieftere Auseinandersetzung mit den verschiedenen Lebensrealitäten von Menschen. Ich erlebe bei Elterngesprächen oft, dass Lehrpersonen das «wie man es hier so macht» den anderen aufdrängen möchten und wenig Kenntnis oder Akzeptanz für andere Lebensrealitäten haben.

Cathrine Lutz: Was läuft eurer Meinung nach gut?

Peter: Meine Tochter hat eine tolle Klassenlehrerin. Ich bin von Höngg nach Oerlikon umgezogen, weil meine Tochter in Höngg total herausgestochen ist. Ich bin deswegen in ein Quartier gezogen, wo es viel mehr Menschen mit verschiedenen Herkünften hat und diese Themen dadurch auch in der Schule viel mehr besprochen werden. Heute ist es nach wie vor viel zu stark davon abhängig, ob man eine offene Lehrperson hat und in welchem Quartier die Schulhäuser stehen. Es gibt noch zu wenig Anweisungen, greifbare Methoden, wie man beispielsweise mit rassistischen Situationen umgehen könnte.

*Sarina: Vereinzelt gibt es schon Lehrpersonen, die sich bemühen und die sich privat weiterbilden und mehr wissen wollen, weil sie rassistische Situationen in der Schule beobachten und sie diese besser meistern oder angemessen reagieren möchten. Es ist schön zu sehen, dass es solche Lehrpersonen gibt, aber es hängt eben noch zu sehr von den einzelnen Lehrpersonen ab und davon, ob es für diese selbst ein Bedürfnis ist, was dazuzulernen. Oder ob sie sich sagen: «Ne, das interessiert mich nicht, läuft ja auch ohne gut».

Maryam: Ich finde, dass das Schulfach «Religion, Kultur und Ethik» schon eine Veränderung mit sich gebracht hat, weil zum ersten Mal wirklich über verschiedene Ethik, Rituale und Religionen gesprochen wird. Es gibt Kinder, die persönliche Sachen von zu Hause erzählen und Dinge sichtbar machen können. Ich erhoffe mir sehr viel von den neuen Lehrwerken «Schauplatz Ethik und «Blickpunkt» für den Unterricht, und dass darin auch Konflikte oder ethische Fragen oder beispielsweise Rassismus thematisiert werden.

Cathrine Lutz: Und was sind eurer Meinung nach Schwierigkeiten für Lehrpersonen?

*Lupin: Ich glaube, dass viele Lehrpersonen sehr überfordert sind und dass sie nicht aus einer Böswilligkeit heraus handeln, sondern oft nicht wissen, wie reagieren. Man tut nichts dergleichen und wischt solche Vorfälle einfach weg. Ich fände es schön, wenn es eine Möglichkeit gäbe, dass die andere Person meine Erfahrungen nachfühlen könnte, wie im Song von Elvis Presley, «Walk a mile in my shoes». Man kann Kinder zwar aufklären, aber wenn die Eltern nicht weltoffen sind, wird es schwierig, diese Kinder zu erreichen. Und doch habe ich das Gefühl, dass wir uns einander annähern könnten, wenn wir uns besser verstünden. Ich bin mit vielen Kindern mit Migrationsgeschichte aufgewachsen, habe dank ihnen verschiedene Kulturen kennengelernt und empfinde das als sehr bereichernd.

Cathrine Lutz: Wie erlebt die junge Generation den Umgang mit Vielfalt? Erleben sie die postmigrantische Identität schon als Selbstverständlichkeit oder problematisieren sie diese?

Peter: Im Moment sagt meine Tochter sehr klar und bestimmt, dass sie Kongolesin ist. Aber im Kongo ist sie die Schweizerin. Hier wird sie von vielen als «Afrikanerin» oder «Latina» gesehen. Deswegen finde ich es so wichtig, dass die Schule solche Themen wie Identität auch wirklich anspricht. Als meine Tochter zum Beispiel das Buch von Angie Thomas «The Hate U Give» gelesen hat, in dem die Hauptfigur ein Schwarzes Mädchen ist, ist sie über Nacht zum Bücherwurm geworden. Sie interessiert sich sehr für Themen wie Mehrfachzugehörigkeiten oder -identitäten. Das gleiche passierte in der Schule. Als sie einen Vortrag zu Nelson Mandela machen musste, kriegte sie eine sechs. Ich glaube, die Schule sollte erst mal allen Kindern den Zugang ermöglichen und sie dann dazu ermuntern, ihren eigenen Präferenzen nachzugehen und es somit jeder Person zu ermöglichen, zu glänzen.

*Sarina: Mein Sohn hat aufgrund meines Ex-Mannes die Schweizer Nationalität und er ist sehr darauf bedacht, immer wieder zu betonen, dass er Schweizer ist. Meine Tochter wiederum ist sehr darauf bedacht, als Schweizerin und Liechtensteinerin und nicht als Deutsche wahrgenommen zu werden.
Die Tatsache, dass sie sich so klar definieren müssen, hat meiner Meinung nach damit zu tun, dass ihnen diese Identitäten aufgrund ihres Aussehens ein Stück weit immer wieder abgesprochen wird. Interessant finde ich, dass sie nicht nur nicht als Koreaner*innen, sondern auch nicht als Deutsche wahrgenommen werden wollen.

Cathrine Lutz: Weshalb habt ihr am Projekt teilgenommen?

Maryam: Ich habe ein Migrationserbe. Ich bin hier in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Mein Vater kommt aus dem Iran, meine Mutter ist Schweizerin. Das Thema Rassismus und Diskriminierung in der Schule beschäftigt mich schon mein ganzes Leben. Ich habe ganz verschiedene Erfahrungen in mir. Das ist auch der Grund, dass ich Lehrerin geworden bin. Ich wünsche mir, dass die jungen Mädchen und Buben ein anderes Vorbild haben, als ich es damals hatte. Fakt ist: Menschen mit bi-nationaler Herkunft haben einen anderen Umgang mit Kindern, die selbst eine Migrationsgeschichte in sich tragen.

*Sarina: Mich hat das Thema als Kind nicht gross beschäftigt, ich habe mich auch erst als junge Erwachsene mit meiner eigenen Adoptionsgeschichte auseinandergesetzt. Das «Anderssein» hat sich jetzt wieder verstärkt. Ich erlebe, wie meine Kinder ausgegrenzt werden und welchen Dingen sie ausgesetzt sind. Ich find das schwierig, obwohl ich das als Kind ja auch erlebt hatte. Aber als Elternteil ist es etwas anderes, zu sehen, wie das eigene Kind diskriminiert wird.

*Lupin: Es ist zwar schon eine Weile her, seit ich an der Schule war, aber es ist ein Thema, das mich nach wie vor begleitet und noch nicht abgeschlossen ist. Und es war sehr interessant zu sehen, dass viele Dinge noch immer gleich geblieben sind, wie damals, als ich zur Schule ging.


Vernissage 18. Juni 2021, 19:30 in Zürich und online.
Anmeldung unter n.bussien@nouvelle-suisse.ch

 

 

Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte

Freitag, 10. September 2021

Von Anisha Imhasly

 

Gruppenbild im Anschluss an die kulturpolitische Debatte, Gessnerallee Zürich, Juni 2021

An einem Samstagnachmittag anfangs Juni fanden sich rund fünfzig Menschen in der Gessnerallee Zürich ein, um auf Einladung von INES unter dem Titel „Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte“ zu erfahren, wie es um diese Vielfalt in der Kultur bestellt ist. Dies vor dem Hintergrund eines zentralen Anliegens seitens INES: Nämlich, dass sich die demografische Realität der Schweiz in seinen Institutionen – etwa in Politik und Verwaltung, Recht, Medien, Bildung und Kultur – viel stärker abbilden muss. Was hier folgt, ist eine subjektive Einordnung der Diskussionen bzw. einige weiterführende Gedanken zum Thema.

#NeueSchweiz

Glossar
Glossar #NeueSchweiz

 

An dieser Stelle wird das Glossar #NeueSchweiz zukünftig die relevanten Begriffe vorstellen, um Migration, Vielfalt und Rassismus in der Schweiz zu verstehen – fundiert und kritisch. Ausgangslage bilden die beiden Begriffe #NeueSchweiz und #DeepDiversity.

Elio Lanari 17. April 1960 – 17. Juni 2021

Samstag, 3. Juli 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

Elio Lanari

Elio, caro, viel zu kurze Zeit nur hast Du unseren Vorstand mit Deiner Arbeit beehrt. Dein Engagement aber war schon viel älter. In den 60ern als Kind von italienischen Einwanderern in der Schweiz aufgewachsen, wusstest Du, was es hiess, sich gegen alle Hindernisse einen Platz in dieser Gesellschaft zu erkämpfen.

Aktion Vierviertel – Wer hier lebt, soll ein Recht auf Einbürgerung haben!

Sonntag, 20. Juni 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

Bündnis für einen mutigen Gesellschaftsentwurf

Ein Viertel der Schweizer Bevölkerung hat keine Schweizer Staatsangehörigkeit, obwohl sie in der Schweiz zum gemeinschaftlichen Leben beitragen. Dies möchte der Verein Aktion Vierviertel ändern. Die Aktion Vierviertel wurde von einem zivilgesellschaftlichen Bündnis, das von INES unterstützt wird, angestossen und aufgebaut. Sie fordert das automatische Bürgerrecht für alle, die hier geboren sind, und ein Grundrecht auf Einbürgerung für die, die seit vier Jahren hier leben.

«We Talk. Schweiz ungefiltert» - die Talkshow mit Migrationsgeschichte am Frauen*streik

Dienstag, 15. Juni 2021

Von Stimmen der Neuen Schweiz

 

Feministische Aktionstage 2021, Fotos: raumsinn | dani fels

«We Talk. Schweiz ungefiltert» wurde im Frühling 2021 vom Förderverein des Institut Neue Schweiz, dem Berner Rassismus Stammtisch und dem Kollektiv Ostwind - Ostschweiz mit Migrationsvorsprung ins Leben gerufen. Bei We Talk sprechen Menschen mit Migrationsgeschichte und Rassismuserfahrung miteinander: «Ungefiltert, reflektiert und kritisch.» Gestern wurde im Rahmen des Frauen*streiks die zweite Folge lanciert.

Institutionelle Öffnung der Kulturhäuser - Erfahrungen und Empfehlungen

Donnerstag, 3. Juni 2021

Von Inés Mateos

 

Im 2019 starteten das Literaturhaus und die Kaserne Basel mit dem Institut Neue Schweiz INES das Projekt Atelier Neue Schweiz Basel, bei dem die Öffnung hin zur postmigrantischen Schweiz der beiden Kulturhäuser im Zentrum stand. Über den angestossenen Transformationsprozess spricht Inés Mateos von INES mit Sandro Lunin, dem Leiter Kaserne Basel, und mit Katrin Eckert, der Leiterin des Literaturhaus Basel. Hier kann das Gespräch angesehen werden. Auf der Grundlage der Erfahrungen des Projekts sind zehn Empfehlungen erarbeitet worden.

Neue Initiativen zu Repräsentation in den Medien

Dienstag, 1. Juni 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

raumsinn / dani fels

Obwohl die Schweiz vielfältig ist, sind Menschen mit Migrationsgeschichte und Rassismuserfahrung, People of Color, Stimmen mit Akzenten und «ausländisch» klingenden Namen in den Medien stark unterrepräsentiert. Zunehmend mehr Initiativen nehmen diese Missstände als Anlass, eigene Projekt aufzubauen. In einem Webinar, das von den Neuen Schweizer Medienmacher*innen und Lucify.ch in Zusammenarbeit mit dem Institut Neue Schweiz INES organisiert wurde, kamen sie miteinander ins Gespräch. Hier kann das Video angesehen werden.

In der Schweiz Zuhause – ausgeschafft in ein fremdes Land

Sonntag, 30. Mai 2021

Von Institut Neue Schweiz und Demokratische Juristinnen und Juristen Zürich

 

Babak Fargahi, Rechtsanwalt

In der Schweiz können seit je her Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind, ausgeschafft werden. Nur weil sie den Schweizer Pass nicht besitzen. Mit Annahme der Ausschaffungsinitiative und Verschärfungen im Bürgerrecht hat sich die Situation noch mehr verschlechtert. Rechtsanwalt Babak Fargahi, Filmhistorikerin Marcy Goldberg, Buket Bicer-Zimmermann, Schwester eines in die Türkei ausgeschafften Secondo, und Ständerat Paul Rechsteiner haben am 24. Mai 2021 im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kosmopolitics über diese Missstände gesprochen. Hier kann das Video angesehen werden.

«Was hat dein Name für eine Sprache?»

Donnerstag, 20. Mai 2021

Von Cathrine Lutz, Co-Leiterin Projekt «Schul-Geschichte der Neuen Schweiz»

 

Postmigrantische Schulgeschichten der Neuen Schweiz - Mitwirkende an der Geschichtensammlung erzählen von ihren Erlebnissen in der Schule.

Junge Muslim*innen zwischen Teilhabe und Rechtfertigungsdruck

Donnerstag, 15. April 2021

Von Asmaa Dehbi

 

Am 7. März 2021 hat die Schweizer Stimmbevölkerung über die Volksinitiative «Ja zum Verhüllungsverbot» abgestimmt. An einem Freitagabend kurz vor der Abstimmung sprechen junge Muslim*innen auf der Zürcher Jugendplattform «Project Träff» darüber, wie sie die Diskussionen rund um das Thema Verhüllung wahrnehmen.

#DeepDiversity

ÖFFENTLICHER APPELL: WIRTSCHAFTLICHE NOT IN ZEITEN DER CORONA-KRISE DARF AUFENTHALTSSTATUS UND EINBÜRGERUNGEN NICHT GEFÄHRDEN – SEIEN WIR AUCH HIER SOLIDARISCH!

Freitag, 1. Mai 2020

Von INES Institut Neue Schweiz

 

Die Corona-Pandemie ist nicht nur eine gesundheitliche, sondern auch eine soziale und wirtschaftliche Krise. Viele Menschen sind von Arbeitslosigkeit bedroht, werden auf Sozialhilfe angewiesen sein und müssen Schulden aufnehmen, auch in der Schweiz. Das hat massive finanzielle und soziale Auswirkungen, aber auch – was viele nicht wissen – rechtliche Folgen. Bei Entscheiden zum Aufenthaltsstatus und zur Einbürgerung spielt das Kriterium ›wirtschaftliche Integration‹ eine massgebliche Rolle. Die Corona-Pandemie ist auch deswegen für viele eine existenzielle Bedrohung. Dies betrifft potenziell ein Viertel der Wohnbevölkerung, die kein Schweizer Bürgerrecht haben, aber das Land tagtäglich mittragen und mitgestalten.

Tradition und Identität im Kontext postkolonialer Verstrickungen

Freitag, 6. März 2020

Von Halua Pinto de Magalhães

 

"Protestdemo" von FasnächtlerInnen - August 2018 (Quelle: Tageswoche, Hans-Jörg Walter)

Aufgrund des Corona-Virus wurde dieses Jahr unter anderem die Basler Fasnacht abgesagt. Die Kritik der antirassistischen Bewegung an der Fasnacht bleibt. Es stellt sich insbesondere immer noch die Frage, weshalb diese sogenannten Traditionen sowohl bei ihren Kritikern, als auch bei eingeschworenen FasnächtlerInnen so viele Emotionen auslösen. Halua Pinto de Magalhães sucht auf dem INES Blog „Stimmen der Neuen Schweiz“ nach antworten.

"Ich bin Secondo, also bin ich."

Dienstag, 21. Januar 2020

Von Uğur Gültekin

 

Samir und Ugur Gültekin.

Der Filmemacher Samir und Uğur Gültekin (INES-Institutsleitung und Journalist) tauschen sich in diesem postmigrantischen Generationengespräch über das Erwachsenwerden in unterschiedlichen Jahrzehnten aus. Dabei entdecken sie Gemeinsamkeiten, blicken auf hoffnungsspendende Momente zurück und werden über den Fakt überrascht, dass sie ohne sich zu kennen, durch die Arbeit des anderen empowert wurden.

«Für Hunde und Italiener verboten» - Ein Gespräch mit Angelo Maiolino

Montag, 15. Juli 2019

Von Tarek Naguib

 

Angelo Maiolino war Dozent und wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für politische Philosophie der Universität Zürich. Gegenwärtig arbeitet der Familienvater als Gymnasiallehrer an einer Zürcher Kantonsschule. Im Jahr 2011 hat er das Buch „Als die Italiener noch Tschinggen waren“ im Rotpunktverlag publiziert. Drei Jahre später erschien seine Doktorarbeit mit dem Titel „Politische Kultur in Zeiten des Neoliberalismus“ im Transcript Verlag. Tarek Naguib hat Angelo Maiolino getroffen und mit ihm zurückgeschaut auf die Schwarzenbach-Initiative und die Lebensrealitäten von italienischen Gastarbeitern in der Schweiz und gefragt was diese Erfahrungen für die Gegenwart und die Zukunft der Migrationsgesellschaft Schweiz bedeuten.

Hautverdächtig – Rassistische Polizeikontrollen auf der Anklagebank

Donnerstag, 16. Mai 2019

Von Mohamed Wa Baile und Ellen Höhne

 

»Hautverdächtig« ist die theatralische Dokumentation und Reinszenierung eines Schweizer Gerichtsfalls zu Racial Profiling, der im Jahr 2015 begann und mittlerweile vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anhängig ist. Dieser experimentelle Text bringt die institutionalisierte Diskriminierungspraxis der Polizei ans Licht, in der täglich Menschen verdächtigt, willkürlich aufgehalten und als Rassisierte ausgeschlossen werden.

Do the Right Thing! #NeueSchweiz im Kino im Kocher

Mittwoch, 9. September 2020

Von Friends of INES aka FRINES, Mardoché Kabengele

 

*Am 22. August zeigte das gratis Openairkino „Kino im Kocher“ den Film „Do the Right Thing vom Schwarzen Regisseur, Produzenten und Schauspieler Spike Lee. Sie wollten für das diesjährige Event eine klare Position gegen Polizeigewalt und strukturellen Rassismus beziehen. Das Institut Neue Schweiz (INES) und sein Förderverein Friends of INES (FrINES) waren mit einer Eröffnungsrede von Mardoché Kabengele und Lucia Aguilar und einem Stand vor Ort. **

memleket Folge 10: Von wegen Chancengleichheit! Ein Gespräch mit Aygül Pala

Donnerstag, 8. April 2021

Von Stimmen der Neuen Schweiz

 

memleket Folge 10: Von wegen Chancengleichheit! Ein Gespräch mit Aygül Pala

memleket Folge 11: Wir sind die Mehrheit - mit Albina Muhtari

Freitag, 9. April 2021

Von Stimmen der Neuen Schweiz

 

memleket Folge 11: Wir sind die Mehrheit - mit Albina Muhtari

Für alle Menschen, die hier leben und die noch kommen werden

Montag, 15. Juni 2020

Von INES Institut Neue Schweiz

 

Seit George Floyd durch rassistische Polizeigewalt in den USA ums Leben gebracht wurde, ist die Solidarität mit der Black Lives Matter-Bewegung auch in der Schweiz deutlich spürbar, in öffentlichen Debatten, auf der Strasse und persönlichen Gesprächen. Das Institut Neue Schweiz (INES) solidarisiert sich mit diesen Protesten und dem Kampf gegen einen spezifischen anti-Schwarzen Rassismus.

Vorschau: Eine Neue Schweiz!

Dienstag, 2. März 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

Die Neue Schweiz ist längst da – voller Migration, Vielfalt und Mehrfachzugehörigkeit! Sie muss nur sichtbar und erfahrbar gemacht werden. Das HANDBUCH NEUE SCHWEIZ, das voraussichtlich im Herbst 2021 erscheint, bietet eine Standortbestimmung zu laufenden postmigrantischen, rassismuskritischen und intersektionalen Debatten und Visionen und vereint visionäre Essays, biografische Stories und literarische Texte mit einer Vielfalt von künstlerischen Bildbeiträgen. Ein Glossar und Random Facts versammeln praktische Werkzeuge für alltägliche und fachliche Gespräche und Debatten.

Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte

Freitag, 10. September 2021

Von Anisha Imhasly

 

Gruppenbild im Anschluss an die kulturpolitische Debatte, Gessnerallee Zürich, Juni 2021

An einem Samstagnachmittag anfangs Juni fanden sich rund fünfzig Menschen in der Gessnerallee Zürich ein, um auf Einladung von INES unter dem Titel „Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte“ zu erfahren, wie es um diese Vielfalt in der Kultur bestellt ist. Dies vor dem Hintergrund eines zentralen Anliegens seitens INES: Nämlich, dass sich die demografische Realität der Schweiz in seinen Institutionen – etwa in Politik und Verwaltung, Recht, Medien, Bildung und Kultur – viel stärker abbilden muss. Was hier folgt, ist eine subjektive Einordnung der Diskussionen bzw. einige weiterführende Gedanken zum Thema.

#NeueSchweiz

Elio Lanari 17. April 1960 – 17. Juni 2021

Samstag, 3. Juli 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

Elio Lanari

Elio, caro, viel zu kurze Zeit nur hast Du unseren Vorstand mit Deiner Arbeit beehrt. Dein Engagement aber war schon viel älter. In den 60ern als Kind von italienischen Einwanderern in der Schweiz aufgewachsen, wusstest Du, was es hiess, sich gegen alle Hindernisse einen Platz in dieser Gesellschaft zu erkämpfen.

«We Talk. Schweiz ungefiltert» - die Talkshow mit Migrationsgeschichte am Frauen*streik

Dienstag, 15. Juni 2021

Von Stimmen der Neuen Schweiz

 

Feministische Aktionstage 2021, Fotos: raumsinn | dani fels

«We Talk. Schweiz ungefiltert» wurde im Frühling 2021 vom Förderverein des Institut Neue Schweiz, dem Berner Rassismus Stammtisch und dem Kollektiv Ostwind - Ostschweiz mit Migrationsvorsprung ins Leben gerufen. Bei We Talk sprechen Menschen mit Migrationsgeschichte und Rassismuserfahrung miteinander: «Ungefiltert, reflektiert und kritisch.» Gestern wurde im Rahmen des Frauen*streiks die zweite Folge lanciert.

Neue Initiativen zu Repräsentation in den Medien

Dienstag, 1. Juni 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

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Obwohl die Schweiz vielfältig ist, sind Menschen mit Migrationsgeschichte und Rassismuserfahrung, People of Color, Stimmen mit Akzenten und «ausländisch» klingenden Namen in den Medien stark unterrepräsentiert. Zunehmend mehr Initiativen nehmen diese Missstände als Anlass, eigene Projekt aufzubauen. In einem Webinar, das von den Neuen Schweizer Medienmacher*innen und Lucify.ch in Zusammenarbeit mit dem Institut Neue Schweiz INES organisiert wurde, kamen sie miteinander ins Gespräch. Hier kann das Video angesehen werden.

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Donnerstag, 20. Mai 2021

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Freitag, 1. Mai 2020

Von INES Institut Neue Schweiz

 

Die Corona-Pandemie ist nicht nur eine gesundheitliche, sondern auch eine soziale und wirtschaftliche Krise. Viele Menschen sind von Arbeitslosigkeit bedroht, werden auf Sozialhilfe angewiesen sein und müssen Schulden aufnehmen, auch in der Schweiz. Das hat massive finanzielle und soziale Auswirkungen, aber auch – was viele nicht wissen – rechtliche Folgen. Bei Entscheiden zum Aufenthaltsstatus und zur Einbürgerung spielt das Kriterium ›wirtschaftliche Integration‹ eine massgebliche Rolle. Die Corona-Pandemie ist auch deswegen für viele eine existenzielle Bedrohung. Dies betrifft potenziell ein Viertel der Wohnbevölkerung, die kein Schweizer Bürgerrecht haben, aber das Land tagtäglich mittragen und mitgestalten.

"Ich bin Secondo, also bin ich."

Dienstag, 21. Januar 2020

Von Uğur Gültekin

 

Samir und Ugur Gültekin.

Der Filmemacher Samir und Uğur Gültekin (INES-Institutsleitung und Journalist) tauschen sich in diesem postmigrantischen Generationengespräch über das Erwachsenwerden in unterschiedlichen Jahrzehnten aus. Dabei entdecken sie Gemeinsamkeiten, blicken auf hoffnungsspendende Momente zurück und werden über den Fakt überrascht, dass sie ohne sich zu kennen, durch die Arbeit des anderen empowert wurden.

Hautverdächtig – Rassistische Polizeikontrollen auf der Anklagebank

Donnerstag, 16. Mai 2019

Von Mohamed Wa Baile und Ellen Höhne

 

»Hautverdächtig« ist die theatralische Dokumentation und Reinszenierung eines Schweizer Gerichtsfalls zu Racial Profiling, der im Jahr 2015 begann und mittlerweile vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anhängig ist. Dieser experimentelle Text bringt die institutionalisierte Diskriminierungspraxis der Polizei ans Licht, in der täglich Menschen verdächtigt, willkürlich aufgehalten und als Rassisierte ausgeschlossen werden.

memleket Folge 10: Von wegen Chancengleichheit! Ein Gespräch mit Aygül Pala

Donnerstag, 8. April 2021

Von Stimmen der Neuen Schweiz

 

memleket Folge 10: Von wegen Chancengleichheit! Ein Gespräch mit Aygül Pala

Für alle Menschen, die hier leben und die noch kommen werden

Montag, 15. Juni 2020

Von INES Institut Neue Schweiz

 

Seit George Floyd durch rassistische Polizeigewalt in den USA ums Leben gebracht wurde, ist die Solidarität mit der Black Lives Matter-Bewegung auch in der Schweiz deutlich spürbar, in öffentlichen Debatten, auf der Strasse und persönlichen Gesprächen. Das Institut Neue Schweiz (INES) solidarisiert sich mit diesen Protesten und dem Kampf gegen einen spezifischen anti-Schwarzen Rassismus.

Glossar
Glossar #NeueSchweiz

 

An dieser Stelle wird das Glossar #NeueSchweiz zukünftig die relevanten Begriffe vorstellen, um Migration, Vielfalt und Rassismus in der Schweiz zu verstehen – fundiert und kritisch. Ausgangslage bilden die beiden Begriffe #NeueSchweiz und #DeepDiversity.

Aktion Vierviertel – Wer hier lebt, soll ein Recht auf Einbürgerung haben!

Sonntag, 20. Juni 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

Bündnis für einen mutigen Gesellschaftsentwurf

Ein Viertel der Schweizer Bevölkerung hat keine Schweizer Staatsangehörigkeit, obwohl sie in der Schweiz zum gemeinschaftlichen Leben beitragen. Dies möchte der Verein Aktion Vierviertel ändern. Die Aktion Vierviertel wurde von einem zivilgesellschaftlichen Bündnis, das von INES unterstützt wird, angestossen und aufgebaut. Sie fordert das automatische Bürgerrecht für alle, die hier geboren sind, und ein Grundrecht auf Einbürgerung für die, die seit vier Jahren hier leben.

Institutionelle Öffnung der Kulturhäuser - Erfahrungen und Empfehlungen

Donnerstag, 3. Juni 2021

Von Inés Mateos

 

Im 2019 starteten das Literaturhaus und die Kaserne Basel mit dem Institut Neue Schweiz INES das Projekt Atelier Neue Schweiz Basel, bei dem die Öffnung hin zur postmigrantischen Schweiz der beiden Kulturhäuser im Zentrum stand. Über den angestossenen Transformationsprozess spricht Inés Mateos von INES mit Sandro Lunin, dem Leiter Kaserne Basel, und mit Katrin Eckert, der Leiterin des Literaturhaus Basel. Hier kann das Gespräch angesehen werden. Auf der Grundlage der Erfahrungen des Projekts sind zehn Empfehlungen erarbeitet worden.

In der Schweiz Zuhause – ausgeschafft in ein fremdes Land

Sonntag, 30. Mai 2021

Von Institut Neue Schweiz und Demokratische Juristinnen und Juristen Zürich

 

Babak Fargahi, Rechtsanwalt

In der Schweiz können seit je her Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind, ausgeschafft werden. Nur weil sie den Schweizer Pass nicht besitzen. Mit Annahme der Ausschaffungsinitiative und Verschärfungen im Bürgerrecht hat sich die Situation noch mehr verschlechtert. Rechtsanwalt Babak Fargahi, Filmhistorikerin Marcy Goldberg, Buket Bicer-Zimmermann, Schwester eines in die Türkei ausgeschafften Secondo, und Ständerat Paul Rechsteiner haben am 24. Mai 2021 im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kosmopolitics über diese Missstände gesprochen. Hier kann das Video angesehen werden.

Junge Muslim*innen zwischen Teilhabe und Rechtfertigungsdruck

Donnerstag, 15. April 2021

Von Asmaa Dehbi

 

Am 7. März 2021 hat die Schweizer Stimmbevölkerung über die Volksinitiative «Ja zum Verhüllungsverbot» abgestimmt. An einem Freitagabend kurz vor der Abstimmung sprechen junge Muslim*innen auf der Zürcher Jugendplattform «Project Träff» darüber, wie sie die Diskussionen rund um das Thema Verhüllung wahrnehmen.

#DeepDiversity

Tradition und Identität im Kontext postkolonialer Verstrickungen

Freitag, 6. März 2020

Von Halua Pinto de Magalhães

 

"Protestdemo" von FasnächtlerInnen - August 2018 (Quelle: Tageswoche, Hans-Jörg Walter)

Aufgrund des Corona-Virus wurde dieses Jahr unter anderem die Basler Fasnacht abgesagt. Die Kritik der antirassistischen Bewegung an der Fasnacht bleibt. Es stellt sich insbesondere immer noch die Frage, weshalb diese sogenannten Traditionen sowohl bei ihren Kritikern, als auch bei eingeschworenen FasnächtlerInnen so viele Emotionen auslösen. Halua Pinto de Magalhães sucht auf dem INES Blog „Stimmen der Neuen Schweiz“ nach antworten.

«Für Hunde und Italiener verboten» - Ein Gespräch mit Angelo Maiolino

Montag, 15. Juli 2019

Von Tarek Naguib

 

Angelo Maiolino war Dozent und wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für politische Philosophie der Universität Zürich. Gegenwärtig arbeitet der Familienvater als Gymnasiallehrer an einer Zürcher Kantonsschule. Im Jahr 2011 hat er das Buch „Als die Italiener noch Tschinggen waren“ im Rotpunktverlag publiziert. Drei Jahre später erschien seine Doktorarbeit mit dem Titel „Politische Kultur in Zeiten des Neoliberalismus“ im Transcript Verlag. Tarek Naguib hat Angelo Maiolino getroffen und mit ihm zurückgeschaut auf die Schwarzenbach-Initiative und die Lebensrealitäten von italienischen Gastarbeitern in der Schweiz und gefragt was diese Erfahrungen für die Gegenwart und die Zukunft der Migrationsgesellschaft Schweiz bedeuten.

Do the Right Thing! #NeueSchweiz im Kino im Kocher

Mittwoch, 9. September 2020

Von Friends of INES aka FRINES, Mardoché Kabengele

 

*Am 22. August zeigte das gratis Openairkino „Kino im Kocher“ den Film „Do the Right Thing vom Schwarzen Regisseur, Produzenten und Schauspieler Spike Lee. Sie wollten für das diesjährige Event eine klare Position gegen Polizeigewalt und strukturellen Rassismus beziehen. Das Institut Neue Schweiz (INES) und sein Förderverein Friends of INES (FrINES) waren mit einer Eröffnungsrede von Mardoché Kabengele und Lucia Aguilar und einem Stand vor Ort. **

memleket Folge 11: Wir sind die Mehrheit - mit Albina Muhtari

Freitag, 9. April 2021

Von Stimmen der Neuen Schweiz

 

memleket Folge 11: Wir sind die Mehrheit - mit Albina Muhtari

Vorschau: Eine Neue Schweiz!

Dienstag, 2. März 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

Die Neue Schweiz ist längst da – voller Migration, Vielfalt und Mehrfachzugehörigkeit! Sie muss nur sichtbar und erfahrbar gemacht werden. Das HANDBUCH NEUE SCHWEIZ, das voraussichtlich im Herbst 2021 erscheint, bietet eine Standortbestimmung zu laufenden postmigrantischen, rassismuskritischen und intersektionalen Debatten und Visionen und vereint visionäre Essays, biografische Stories und literarische Texte mit einer Vielfalt von künstlerischen Bildbeiträgen. Ein Glossar und Random Facts versammeln praktische Werkzeuge für alltägliche und fachliche Gespräche und Debatten.

INES